Wir bleiben
4000 Kilometer entfernt der Heimat verteidigen seit dem Jahre 2001 mittlerweile über 4000 deutsche Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr im Rahmen von drei NATO-Mandaten die Werte der Demokratie und der Freiheit am Hindukusch.
Afghanistan scheint so weit weg zu sein und ist doch so nah, wenn man in den Medien von den verwundeten und getöteten Soldaten hört. 39 Deutsche sind seit Beginn des Einsatzes schon getötet worden in den Kämpfen mit den Taliban, vor denen die NATO-Staaten die afghanische Zivilbevölkerung und sich selbst schützen möchten. Der zivile Aufbau Afghanistans und die Zerstörung der Keimzellen der Terrororganisation al-Qaida ist schon rein militärisch eine riesige Herausforderung. Nimmt man zudem die Schicksale der Soldaten, die mit diesem Einsatz verbunden sind, so stellt sich diese Situation als Herausforderung für die ganze Gesellschaft.
Nachdem nun nach diversen Vorfällen, vor allem im Rahmen der so genannten „Kundus-Affäre“, sehr kontrovers über den Afghanistan-Einsatz diskutiert worden ist, möchten die Jungen Liberalen mit der Kampagne „Wir bleiben!- hinter unseren Jungs und Mädels stehen!“ ein Ausrufezeichen setzen und Solidarität mit den NATO-Truppen in Afghanistan demonstrieren. Wir möchten deutlich machen, dass wir uns der Schwere der Aufgabe bewusst sind, die den Streitkräften in Afghanistan obliegt. Wir möchten zeigen, dass wir hinter ihnen stehen und dass wir ihre bisherige Arbeit und den Mut, den sie aufgebracht haben, um sie zu vollbringen, zu würdigen wissen. Immerhin geht es in Afghanistan vor allem auch um den zivilen Aufbau des Landes, wie es beispielsweise an verstärkten Bemühungen zum Aufbau der Polizei zu erkennen ist. In dem Maße, in dem diese Kampagne ein Signal der Unterstützung für die NATO-Truppen ist, ist sie auch unser Bekenntnis zum Afghanistan-Einsatz. Wir sind der Überzeugung, dass ein Rückzug zum jetzigen Zeitpunkt falsch wäre und dass dieser Einsatz notwendig ist, um Freiheit und Demokratie nicht zum Opfer des Terrorismus werden zu lassen.
Es ist uns sehr wichtig, anzusprechen, dass wir es als problematisch erachten, wenn die Ausrüstung der Bundeswehr mangelhaft ist. Hier geht es nicht nur um militärische Ziele, hier geht es um die Sicherheit der Soldaten.
Unsere Kampagne besteht aus mehreren Elementen. Da auch die Soldaten vor Ort unsere Solidarität spüren sollen, möchten wir Ihnen Feldpost zukommen lassen.
Vor Ort möchten wir in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit für das Thema erregen, indem wir ein Poster mit dem Motiv an den Jugendoffizier für unsere Region übergeben.
Auch wenn wir der Überzeugung sind, dass die Bundeswehr zu einer Freiwilligenarmee umgebaut werden sollten, so möchten wir doch mit dieser Kampagne zu gesellschaftlicher Geschlossenheit aufrufen und ein Zeichen der Anerkennung und des Respekts unseren Truppen gegenüber setzen.

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